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..:: SFX - Special Effect Ausbildung ::..
Flo : Monday, June 16, 2008 735 Aufrufe
Wie ihr wisst ist eine meiner Leidenschaften die Pyrotechnik und alles
was mit Feuer zu tun hat. Tja und voriges Wochenende hatte ich die
Gelegenheit an so einer Ausbildung teilzunehmen. Wer kennt sie nicht
die Special Effekte aus den Actionfilmen. Jetzt hatte ich mal selber
die Gelegenheit da live dabei zu sein. Und nicht nur dabei zu sein,
sondern sie selber in die Tat um zu setzten.
Aber kommen wir zum interessanten Teil.
Geplant war ein drei Tages Kurs. Erster Tag etwas Theorie und am Nachmittag alles praktisch testen. Schließlich gibt’s in dem Bereich nicht viel Theorie. Das meiste besteht aus ausprobieren und den Erfahrungen anderer. Am zweiten Tag sollte dann ein 3 minütiger Film gedreht. Und am dritten Tag war dann noch das Spiel mit dem Feuer angesagt ;-))).
Den Teil mit der Theorie überspringe ich jetzt einfach mal. Hier nur mal kurz worum’s ging. Was gibt es für Möglichkeiten im SFX Bereich. Wie kann man sie einsetzten. Wie sieht’s mit der Sicherheit aus. Falls es wen interessiert, kann er mich gern anschreiben und ich erklärs gern genauer.
Also am Nachmittag ging es dann ans eingemachte. Es wurde die verschiedensten Arten von Squips getestet . Squips werden dazu eingesetzt Einschüsse in Wände oder Boden zu simulieren. Oder aber auch Einschüsse in Körper zu simulieren. Squips sind haben einen Durchmesser von 1cm und sind ungefähr 1mm dick. Gibt optisch nicht viel her, aber die Durchschlagskraft ist enorm. Mit dem größtem kann man ein Loch in eine Gaßflasche schießen. Bei Körpereinschüssen sollte man also wenn möglich nicht die größten verwenden. Sonst wird aus einem simulierten Treffer ein echter Durchschuss. Hier sieht man einen Squip mittlere Stärke wie er auch für Körpertreffer verwendet wird. Der Stuntman trägt ein Lederkorsett oder etwas Ähnliches mit einem Bleiblätchen und darauf den Squip. Drüber noch Säckchen Blut (oder hier zum testen einfach Wasser) und fertig ist er präpariert. Und so sieht das Ganze dann in Action aus.
Es wurde dann noch die verschiedensten Effekte mittels Rauchfackel (kann man in der Hand halten) oder Rauchgranate getestet.
Dann durften wir uns noch mit einem zum Flammenwerfer umgebauten Feuerlöscher spielen.
Wir haben auch noch getestet wie schön eine handelsübliche Gaskartusche explodieren kann.
Und dann kam endlich das Highlight des Tages. Die Benzinexplosion . Schon gewaltig was 1,5 Liter Benzin für einen Feuerball geben. Je feiner der Benzin zerstäubt wird, bevor er gezündet wird, desto schöner wird der Feuerball. In 15 Meter Entfernung hat man noch die Druckwelle und die Hitze gespürt.
Heute war also der Tag an dem der Actionfilm gedreht werden sollte. Von 9 Uhr bis ca. 15 Uhr wurde fleißig das Set aufgebaut. Von 15 bis 20 Uhr wurde dann gedreht. Und das alles für einen 3 Minuten Film.
Ich werde hier mal einfach mal Drehbuch aufschreiben und die entsprechenden Foto und Videos dazu verlinken. Ich denke das Drehbuch spricht für sich.
Zwei Ganoven (nennen wir sie mal Tom und Joe) treffen sich in einer abgelegenen Schottergrube.
Nachdem sich die Aufregung des vorherigen Tages gelegt hat, stand heute noch alles rund ums Thema Feuer am Programm.
Wir lernten wie man sich selber Brennpaste und Coolgel herstellt. Im Prinzip geht’s nur darum wie man brennbare Flüssigkeiten so eindicken kann, das sie z.B auch auf einer schwingenden Axt halten.
Coolgel ist eine geniale Erfindung. Schaut aus und hat die Konsistenz von Haargel. Wird ca. einen ½ bis 1 cm dick auf die Haut aufgetragen. Oben drauf noch Brandgel und man spürt 1-2 Minuten keine Hitze.
Dann kam der Moment auf den ich mich schon das ganze Wochenende gefreut habe.Ich durfte meine Hand in Brand stecken.Zuerst mal die Hand mit Coolgel präparieren. Und dann anzünden ;-))) Es ist schon ein komisches Gefühl seine Hand berennen zu sehen, aber nichts zu spüren. OK zumindest eine Zeit lang. Leider war genau in dem Moment der Chip leer. Drum sieht man leider nicht wie lange es auf meiner Hand gebrannt hat. Es ist für euch nicht ganz nachvollziehbar, wie man sich freiwillig so was antun kann, aber wenn man mal 'Blut gelegt hat', kommt man nicht mehr davon los.
Natürlich kann man das ganze auch mit dem Kopf machen ;-)))Hat schon irgendwie witzig ausgesehen. Eigentlich wollt ich das ja auch noch probieren, aber irgendwie war mir dann das Coolgel am Kopf doch etwas zu grausßlich. Zumal wir nicht die Möglichkeit zum abwaschen hatten.
Und zum Schluß durften wir dann noch Feuerspucken . Und so kanns einem auch gehen. Das war allerdings nichts neues für mich, da ich das bei div. Festl schon selber gemacht habe.
Ich weiß die Lösung ist sehr technisch geschrieben und mit sehr vielen Links versehen, aber ich wollte einfach mal zeigen und erklären was dahinter steckt und wie viel Arbeit es eigentlich ist, einen nur 3 Minuten langen Film zu drehen. Und unser Film war nicht mal aufwendig.
Tja was soll ich noch mehr erzählen.Eines meiner geilster Wochenenden.
Wer bis hier her durchgehalten hat und noch nicht genug Fotos und Videos gesehen hat kann sich hier noch die restlichen Fotos ansehen.
Wenn ich das fertige Video habe, werde ich es natürlich sofort nachreichen. Bin ja selber schon sehr gespannt darauf.
Geplant war ein drei Tages Kurs. Erster Tag etwas Theorie und am Nachmittag alles praktisch testen. Schließlich gibt’s in dem Bereich nicht viel Theorie. Das meiste besteht aus ausprobieren und den Erfahrungen anderer. Am zweiten Tag sollte dann ein 3 minütiger Film gedreht. Und am dritten Tag war dann noch das Spiel mit dem Feuer angesagt ;-))).
Erster Tag:
Den Teil mit der Theorie überspringe ich jetzt einfach mal. Hier nur mal kurz worum’s ging. Was gibt es für Möglichkeiten im SFX Bereich. Wie kann man sie einsetzten. Wie sieht’s mit der Sicherheit aus. Falls es wen interessiert, kann er mich gern anschreiben und ich erklärs gern genauer.
Also am Nachmittag ging es dann ans eingemachte. Es wurde die verschiedensten Arten von Squips getestet . Squips werden dazu eingesetzt Einschüsse in Wände oder Boden zu simulieren. Oder aber auch Einschüsse in Körper zu simulieren. Squips sind haben einen Durchmesser von 1cm und sind ungefähr 1mm dick. Gibt optisch nicht viel her, aber die Durchschlagskraft ist enorm. Mit dem größtem kann man ein Loch in eine Gaßflasche schießen. Bei Körpereinschüssen sollte man also wenn möglich nicht die größten verwenden. Sonst wird aus einem simulierten Treffer ein echter Durchschuss. Hier sieht man einen Squip mittlere Stärke wie er auch für Körpertreffer verwendet wird. Der Stuntman trägt ein Lederkorsett oder etwas Ähnliches mit einem Bleiblätchen und darauf den Squip. Drüber noch Säckchen Blut (oder hier zum testen einfach Wasser) und fertig ist er präpariert. Und so sieht das Ganze dann in Action aus.
Es wurde dann noch die verschiedensten Effekte mittels Rauchfackel (kann man in der Hand halten) oder Rauchgranate getestet.
Dann durften wir uns noch mit einem zum Flammenwerfer umgebauten Feuerlöscher spielen.
Wir haben auch noch getestet wie schön eine handelsübliche Gaskartusche explodieren kann.
Und dann kam endlich das Highlight des Tages. Die Benzinexplosion . Schon gewaltig was 1,5 Liter Benzin für einen Feuerball geben. Je feiner der Benzin zerstäubt wird, bevor er gezündet wird, desto schöner wird der Feuerball. In 15 Meter Entfernung hat man noch die Druckwelle und die Hitze gespürt.
Zweiter Tag:
Heute war also der Tag an dem der Actionfilm gedreht werden sollte. Von 9 Uhr bis ca. 15 Uhr wurde fleißig das Set aufgebaut. Von 15 bis 20 Uhr wurde dann gedreht. Und das alles für einen 3 Minuten Film.
Ich werde hier mal einfach mal Drehbuch aufschreiben und die entsprechenden Foto und Videos dazu verlinken. Ich denke das Drehbuch spricht für sich.
Zwei Ganoven (nennen wir sie mal Tom und Joe) treffen sich in einer abgelegenen Schottergrube.
- Tom steigt aus dem Auto und zündet sich eine Zigarette an. Diese wird ihm dann von Joe aus der Hand geschossen.
- Tom geht hinter dem Auto in Deckung und feuert auf Joe.
- Joe schießt zurück und trifft die Motorhaube . Zwei Löscher in der Motorhaube und das Auto beginnt zu rauchen .
- Joe schießt nochmals und trifft die Scheibe .
- Tom flüchtet hinter die Fässer.
- Und das1.Highlight des Tages:Joe schießt nochmals aufs Auto und das Auto explodiert .
Das Auto wurde mit drei Benzinexplosionen präpariert, die alle Gleichzeit gezündet wurden. Zusätzlich wurden noch sämtliche Türen und Scheiben ausgehängt, damit sie so richtig aus dem Auto fliegen. - Es gibt eine Schießerei zwischen Tom und Joe, wobei es ein paar Einschüsse in den Boden , Sand und die Wand (hinter der sich Joe versteckt) gibt.
- Tom flüchtet von den Benzinfässern.
- Joe schießt auf Tom und trifft die Benzinfässer .
- Und das2.Highlight des Tages: Benzinfass explodiert.
Das Fass wurde mit 1,5 kg Schwarzpulver und 10 Liter Benzin präpariert. Zusätzlich wurde daneben noch eine Gaskartusche gezündet. Man beachte wie lange das Fass aus dem Bild ist. Man erkennt es leider nicht auf dem Video aber es flog ca. 20-30 Meter hoch. Achtet auch auf die Kommentare der Zuschauer. - Tom geht auf Joe zu, und bekommt einen Treffer in die Hüfte ab.
- Joe geht auf Tom verpasst ihm den zweiten Treffer .
- Tom nimmt mit letzter Kraft einen Schluck aus seinem Flachmann, und spuckt einen Feuerball auf Joe.
- Und das3.Highlight des Tages:Joe geht in Flammen auf und stirbt einen qualvollen Feuertod.
Leider durften wir diesen Teil nicht selber machen, und haben statt dessen einen prof. Stuntman genommen. Obwohl ich diese Rolle liebend gern übernommen hätte ;-)) - Tom ist auch tot.
Dritter Tag:
Nachdem sich die Aufregung des vorherigen Tages gelegt hat, stand heute noch alles rund ums Thema Feuer am Programm.
Wir lernten wie man sich selber Brennpaste und Coolgel herstellt. Im Prinzip geht’s nur darum wie man brennbare Flüssigkeiten so eindicken kann, das sie z.B auch auf einer schwingenden Axt halten.
Coolgel ist eine geniale Erfindung. Schaut aus und hat die Konsistenz von Haargel. Wird ca. einen ½ bis 1 cm dick auf die Haut aufgetragen. Oben drauf noch Brandgel und man spürt 1-2 Minuten keine Hitze.
Dann kam der Moment auf den ich mich schon das ganze Wochenende gefreut habe.Ich durfte meine Hand in Brand stecken.Zuerst mal die Hand mit Coolgel präparieren. Und dann anzünden ;-))) Es ist schon ein komisches Gefühl seine Hand berennen zu sehen, aber nichts zu spüren. OK zumindest eine Zeit lang. Leider war genau in dem Moment der Chip leer. Drum sieht man leider nicht wie lange es auf meiner Hand gebrannt hat. Es ist für euch nicht ganz nachvollziehbar, wie man sich freiwillig so was antun kann, aber wenn man mal 'Blut gelegt hat', kommt man nicht mehr davon los.
Natürlich kann man das ganze auch mit dem Kopf machen ;-)))Hat schon irgendwie witzig ausgesehen. Eigentlich wollt ich das ja auch noch probieren, aber irgendwie war mir dann das Coolgel am Kopf doch etwas zu grausßlich. Zumal wir nicht die Möglichkeit zum abwaschen hatten.
Und zum Schluß durften wir dann noch Feuerspucken . Und so kanns einem auch gehen. Das war allerdings nichts neues für mich, da ich das bei div. Festl schon selber gemacht habe.
Ich weiß die Lösung ist sehr technisch geschrieben und mit sehr vielen Links versehen, aber ich wollte einfach mal zeigen und erklären was dahinter steckt und wie viel Arbeit es eigentlich ist, einen nur 3 Minuten langen Film zu drehen. Und unser Film war nicht mal aufwendig.
Tja was soll ich noch mehr erzählen.Eines meiner geilster Wochenenden.
Wer bis hier her durchgehalten hat und noch nicht genug Fotos und Videos gesehen hat kann sich hier noch die restlichen Fotos ansehen.
Wenn ich das fertige Video habe, werde ich es natürlich sofort nachreichen. Bin ja selber schon sehr gespannt darauf.
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